Hier findest Du Texte von Rania Lucia:



"Nur ein stiller Geist kann die Wirklichkeit erfahren
und nur ein geläutertes Herz ist zu bedingungsloser Liebe fähig.
Das erwachte Bewusstsein ist frei von Begrenztheit,
Konzepten, Vorstellungen, Verwirrung und Zerstreuung.
Es sieht die Dinge wie sie wirklich sind.
Das erwachte Herz ist frei von Leiden und Trennung.
Es offenbart sich, wenn wir, uns von Mangel, Trauer, Zweifel, Eifersucht, Anhaftung und Enge befreien und uns endlich wieder erlauben, energetisch ins Fließen zu kommen, uns zu öffnen für den göttlichen Liebesstrom, um Heilung und Ganzheit zu erfahren.
Der Herzensweg zum Erwachen ist der Weg der Klarheit, Weisheit und Liebe ins Einheitsbewusstsein, ins göttliche Bewusstsein."




Viele tausend Jahre haben wir ein falsches Bild vom Göttlichen vermittelt bekommen und uns selber auch eine unwirkliche Vorstellung gemacht.
Die bekannten Menschen, die in früheren Zeiten die "Unio mystica", die Verschmelzung und das Eins-Sein mit Gott erfahren haben, sind nicht ernst genommen worden, sind gekreuzigt, gesteinigt oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden.
Aber nach ihrem Tod sind sie manchmal dennoch als Mystiker in die Geschichte eingegangen und werden nun geheiligt und verehrt.
Zu Recht, denn Gottrealisierung ist Erleuchtung, ist das höchste Bewusstsein, was uns Menschen zugänglich ist.
Heute scheint es so, als wenn Gott für die meisten Menschen kein Thema mehr ist oder in der Vorstellung als "unerreichbar" gesehen wird.
Im Namen Gottes wird gekämpft und gemordet.
Welch ein absurder Irrtum!
Gott ist ganz anders als alles, was sich der Mensch vorstellen kann!

Deswegen sagte Jesus:
"Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des,
das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des,
das im Wasser unter der Erde ist.
Du sollst dir keinen Götzen verfertigen, noch irgend ein Abbild von etwas,
was droben im Himmel oder unten auf der Erde oder im Wasser
unter der Erde ist."


Der Begriff Gott ist identisch mit Brahman, unsterbliches Sein, Allseele, Buddhanatur, Christus- und Krishnabewusstsein, Allah (im Islam),
Adonai oder "Der Ewige" (im Judentum) oder Bhairava (im (kashmirischen Tantra/Shivaismus).
Es gibt nur die eine Quelle, die in verschiedenen Traditionen unterschiedlich benannt wird.
Und diese Quelle ist immer Weisheit und Liebe.
Wenn wir uns ganz und gar hingeben, durchströmt uns diese Quelle und segnet uns mit Frieden, Stille, Liebe, Freude und Glückseligkeit.
Wenn das Göttliche sich in uns offenbart, verwandelt sich alles.
Es wird Dir alles genommen und alles gegeben.

Ich möchte den Menschen den Zugang wieder vermitteln und bin hier in der Welt als gottverwirklichte, erleuchtete Seele, damit Du Dich auch wieder an Deinen Ursprung erinnerst.
Ich möchte Dir wieder Mut und Zuversicht geben, das Göttliche selber zu verwirklichen, die Sehnsucht und das transformierende Feuer in Dir wieder anfachen, Vorbild sein für ein befreites Leben.
Ein Leben, in dem man sich dem Göttlichen nicht wieder zuwendet,
ist ein verschwendetes Leben.
In der Realisierung von Gott löst sich jede Trennung, jedes Leiden, jede Illusion auf. Es offenbart sich die Ewigkeit und die unsterbliche Wirklichkeit.

Von Herzen

Rania








Erleuchtung und Gottverwirklichung

Viele Menschen wollen zwar erwachen, wollen "erleuchtet sein", Befreiung, haben aber die Idee, dass dies ohne Konsequenzen möglich ist.
Dass sie ihre Anhaftungen an Beziehungen, Partner, Sex, Geld, persönlichen und beruflichen Erfolg, Anerkennung und Sicherheit nicht los lassen müssen. Man könnte sagen, viele glauben,
sie können das alles gleichzeitig "haben".
Ja, offenbar glauben viele sogar, dass sie ihren Mind,
ihre Ichhaftigkeit, mitnehmen können in die Erleuchtung.
Oder dass sich der Erleuchtungsgeist durch bewusstseinsverändernde Substanzen wie Drogen dauerhaft offenbart.
Das ist aber ein großer Irrtum!
Ichzentrierung und darin alle selbstbezogenen Bedürfnisse sind das Hindernis, ebenso wie jede Manipulation unseres Geistes,
wenn wir die höchste Wirklichkeit realisieren wollen!
Gottverwirklichung geschieht durch bedingungslose Hingabe von allem, was ist. Nur wenn wir bereit sind zu sterben, alles zu geben, alles los zu lassen, offenbart sich das Mysterium unseres unsterblichen Selbst.
So wie Ramana Maharshi seine Angst vor dem Sterben genutzt hat,
um den Tod in vollem Bewusstsein zu durchdringen,
ist es in mir auch geschehen.
Ich habe mich dem Tod vollständig hingegeben, habe mich nicht mehr gewehrt, habe nichts mehr fest gehalten und jegliche "Überlebensstrategien" aufgegeben.
Auf dem spirituellen Weg geht es darum, sich darin zu üben,
immer mehr in die Hingabe zu kommen, sich selbst zu verschenken, immer mehr dem Höchsten zu dienen und nicht mehr hauptsächlich
auf sich selbst fixiert zu sein.
Dies wird immer leichter, je bewusster wir werden.
Denn je mehr Bewusstsein sich offenbart, desto dankbarer, wertschätzender und demütiger werden wir. Das Ego schmilzt,
je mehr sich unser Herz öffnet und in dieser Erfahrung wird es immer leichter und natürlicher, sich (sein Ich) zu geben für den süßesten, köstlichsten, nie versiegenden Nektar - dem göttlichen, unsterblichen Bewusstsein.
Drei Tage, nachdem "Ich" in diese göttliche Kraft hinein gefallen war, fand ich mich im Auto fahrend wieder. Es sind die ersten Erinnerungen an das Bewusstsein, was allmählich wieder auftauchte, nachdem der Verstand einen kompletten "Reset" erfahren hatte.
Ich fuhr auf der Autobahn, staunte über alles, über die Wiesen,
die Kühe, den Himmel, alles erschien so hell, so wundervoll,
so als wenn ich all das zum ersten Mal sehen würde:
ungetrennt, als das EINE, die göttliche Quelle, der alles entspringt,
die als universelle Liebe hier auf Erden schwingt und alles durchdringt.
Ich hörte und sang dabei stundenlang das Lied "Rahde Govinda"
von Deva Premal, Miten und Manose, drückte immer wieder die Repeat-Taste und lachte und weinte, lachte und weinte. Ununterbrochen. Wochenlang.
Erst viele Monate später, als sich das Lachen und das Weinen wieder beruhigt hatte, erfuhr ich von der Bedeutung des Mantras:
"Hingabe an das Höchste, Hingabe an Gott".
Genau das war geschehen, in mir hatte sich aller Widerstand,
alles fest halten, alles haben wollen, jede Idee von Mangel und Trennung in einem letzten Ausatmen aufgelöst.
"Das persönliche Ich" war gestorben und nun bin "Ich" alles was IST:
göttliches, kosmisches Bewusstsein und universelle, bedingungslose Liebe!

Von Herzen

Rania



Fokussiert bleiben!

Es kann klar gesehen werden, dass die Menschen, die sich wirklich zu 100% ausrichten und die fokussiert bleiben auf das Bewusstsein, die Erkenntnis und Befreiung, die größten Fortschritte machen. "Dran bleiben" ist wichtig,
denn der menschliche Geist tendiert dazu, sich immer wieder zu zerstreuen,
den Fokus zu verlieren in der Vielfalt der Welt.
Dann greifen die alten Gewohnheiten und Neigungen wieder und so ist man den karmischen Zwängen ausgeliefert, was dann Stimmungsschwankungen, emotionale Ausbrüche, Verkopftheit, Unruhe, Dumpfheit, Trägheit,
ein Leben in Extremen und Leiden unter Kampf, Flucht und Betäubung sowie ein Gefühl von Getrenntheit, Isolation und Einsamkeit bedeutet.

"Wir können nichts tun aber wir müssen alles tun" ist ein spirituelles Sprichwort. Es bedeutet, dass die Selbst-Verwirklichung, die Gottrealisierung, die Erleuchtung, nicht willentlich herbei geführt werden kann.
Es ist ein inneres, energetisches Geschehen, was mit tiefem los lassen, mit absoluter Hingabe und dem Kontrollverlust des EGO und des Verstandes zu tun hat. Aber... Natürlich geschieht das nicht aus heiterem Himmel, zufällig.
Es sind reife Seelen, die den Erleuchtungsgeist verwirklichen,
Menschen mit großer Bewusstheit, die in der Präsenz und in der Gegenwärtigkeit verweilen können. Menschen, die ihre Psyche und ihren Geist gereinigt haben, die nichts mehr fest halten, nicht mehr in Lebenswiderständen stecken und die nichts mehr unterdrücken, sich nicht mehr betäuben und sich nicht von den Geschichten in ihrem Geist verwirren und ablenken lassen.

Deshalb können wir schon eine ganze Menge tun, wir können uns vorbereiten und uns klar fokussieren auf die Präsenz, die Bewusstheit und die Gegenwärtigkeit. Wir können uns immer wieder darauf ausrichten,
bereit sein, den "heiligen Geist" zu empfangen, das Licht des unsterblichen Bewusstseins als die wahre Natur unseres SEINs zu verwirklichen.

Dazu ist es am Hilfreichsten, in der Präsenz von erleuchteten Wesen zu sein und im Alltag die Anweisungen und die Lehre zu praktizieren, die sie vermitteln.
Wie auf einem Mandala oder einem Yantra, den heiligen Geometrien, abgebildet, geht es Schicht für Schicht nach innen, bis zu unserer tiefsten Essenz.
Bis alles Andere, Vergängliche und damit Relative, Unwirkliche, abfällt.

Darin offenbart sich Rigpa, das strahlende Licht des ewigen Gewahrseins, 
unser göttlicher Ursprung!

Von Herzen

Rania




Der Herzensweg zum Erwachen

Irgendwann stellen die meisten Menschen auf dem spirituellen Weg fest,
dass sie zu viel wissen. Jahrzehntelanges Hören und lesen hat meist doch
nicht automatisch die ersehnte Befreiung gebracht. Warum? Weil hören und lesen eine mentale Aktion ist. Weil der Verstand - der "Mentalaffe" - alles nachplappert, ohne es wirklich realisieren zu können.

Weil "Ich weiß" ab einem bestimmten Punkt das Hindernis ist.
Es ist ein Trick des Ego, um Kontrolle zu behalten.
Dabei geht es in letzter Instanz ums Nicht-Wissen
.
Daher ist der Herzensweg zum Erwachen die einfachste Hinführung zu unserem wahren Selbst, dem "Ich Bin", welches jenseits des Verstandes in unserem spirituellen Herzen zu finden ist.
Das Mysterium unseres Seins, die Realisierung unserer wahren Wesensnatur, ist nur unmittelbar wahrnehmbar, nicht vorstellbar, nicht durch Anstrengung zu erreichen, nicht mental zu begreifen
,
ES kann nicht gewusst werden.
ES offenbart sich im absoluten Nicht-Wissen.

Von Herzen

Rania




Was bedeutet eigentlich Gottverwirklichung oder Gottrealisierung?
Und Erleuchtung?"


Verwirklichung ist tiefste Erkenntnis, eine Erfahrung, die Dich völlig durchflutet und verwandelt. Ein verwirklichter Mensch lebt dauerhaft im höchsten Bewusstsein, was uns Menschen möglich ist zu erfahren. Er ist somit frei vom Samsara, vom Rad der Wiedergeburt, hat Befreiung erfahren von allen Konditionierungen und Leiden und hat die Wirklichkeit jenseits von leben und sterben erkannt.
Im Advaita Vedanta wird der Weg der Erleuchtung (ist nur ein anderes Wort für Verwirklichung oder Realisation) so beschrieben:

1. Hören oder Lesen der Wahrheit bzw. der Aussagen darüber.
2. Reflektieren bzw. Nachdenken über die Aussagen der alten Weisen.
3. Meditieren und Kontemplieren über die Inhalte.
4. Verwirklichung/Realisierung der Wirklichkeit.
Die ersten drei Schritte sind im Prinzip die Praxis, die Bemühung, die Ausrichtung. Verwirklichung ist ein Geschehen, etwas, was wir nicht tun oder erreichen können.
Das ist es auch, was als Gnade bezeichnet wird, denn es liegt jenseits von Willen und Kontrolle.
Viele fragen, woran man einen Menschen erkennen kann, ob er verwirklicht ist.
Zum Einen an der Energie. ein verwirklichter Mensch ist durchflutet von spiritueller Energie. Sein Wirken kommt nicht mehr aus dem Verstand, sondern aus dem SEIN, aus der tiefen Quelle des Bewusstseins.
Spirituelle Lehrer z. B. lehren oft etwas, was sie gehört, gelernt, gelesen, studiert und mental verstanden haben. Ein spiritueller Meister - also ein verwirklichter Mensch - lebt aus tiefster Weisheit, die nicht konzeptuell und theoretisch ist, sondern eben verwirklicht,  auf allerhöchster Bewusstseinsebene erkannt. Und zwar nicht mit dem Verstand. Verwirklichung ist gar nichts mentales, aufwachen eigentlich auch nicht. Wirkliches, authentisches Erwachen ist auch eine energetische Erfahrung auf Seinsebene, wo es plötzlich einen Shift, einen Perspektivwechsel gibt im Gehirn und auf einmal wird die Welt nicht mehr mit dem Verstand wahr genommen. Dadurch lösen sich automatisch Vergangenheit und Zukunft auf, die ganze Identifikation mit dem, was Du bisher meintest zu sein und was du meintest, was die Welt ist.


Verwirklichung kann nur geschehen, wenn man in absoluter Bewusstheit und Präsenz der Gegenwärtigkeit verweilen kann, wenn jegliches fest halten und haben bzw. wissen wollen aufhört, wenn das Ego sich nicht mehr einmischt und es sich in der Realisierung der absoluten Wirklichkeit, im Schauen von Gott, auflöst.

Von Herzen

Rania







Was bedeutet "Erwachen"? Ist es das Gleiche wie "Erleuchtung" oder "Selbstverwirklichung"?
Das fragen viele Menschen. Es gibt viele (sehr viele) Definitionen darüber,
was "ES" denn nun ist. so dass es oft verwirrend ist.
Es ist ein Phänomen, dass "erwachen" mittlerweile für viele "Bewusstseinszustände" benutzt wird.
Erwachen ist kein Zustand, es ist das, was sich jenseits aller Zustände als unveränderliches, stilles, unsterbliches Bewusstsein offenbart.
Im Ursprung ist mit Erwachen und Erleuchtung das Gleiche gemeint. 
Auch wenn es in Wirklichkeit keine Stufen gibt, so gibt es doch scheinbar verschiedene Erfahrungen und Erkenntnisse, die nicht immer bis in das Absolute vorgedrungen sind und oft verwechselt werden mit der vollständigen Realisierung. Deswegen kann man schon die verschiedenen Bewusstseinsebenen unterscheiden:

  1.  mit dem sein können was ist - nichts mehr verändern wollen, wenn "unangenehme" Gefühle auftauchen, alles akzeptieren.
    Das "persönliche Ich, also das Ego" ist hier noch vorhanden, es gibt noch immer Aggressionen, Wut, Anhaftungen, Widerstände
  2.  sich nicht mehr identifizieren mit dem was ist.
    Hier ist es genauso, alle Emotionen sind noch da, werden aber nicht mehr ernst genommen
    Auf diesen beiden ersten Ebenen gibt es bereits ein "wacheres" Bewusstsein. Es kann gesehen werden, was innerlich auftaucht. Es bedeutet aber NICHT erwacht sein!
  3.  die vollkommene Losgelöstheit von emotionalen Ladungen, die Ich-Zentrierung hat sich aufgelöst und somit auch das "persönlich nehmen von etwas". Wut und Aggression können nur auftauchen, wenn die Welt noch mit dem Ego wahr genommen wird und man etwas auf sich bezieht.
    In diesem Perspektivwechsel (es ist ein Shift im Bewusstsein, der auf einmal alles unwiderruflich verändert) empfindet man keine Trennung mehr, kein individuelles Ich, keine Vergangenheit mehr, keine Zukunft, zeitloses, unbegrenztes Sein in Stille, Liebe und Freude bleibt übrig
    .
    Es gibt hier nun keine wechselnden Bewusstseinszustände mehr, es wird das erkannt, was nicht kommt und geht, die Unendlichkeit, die allem zugrunde liegt
  4. das Verschmelzen mit der kosmischen Quelle, mit dem Göttlichen, Einheitsbewusstsein, es wird keine Trennung mehr erfahren. Es gibt keine Anhaftungen mehr, keine Bindungen, kein Ego.
  5. aus der stillen, unendlichen Quelle des reinen Bewusstseins offenbart sich das tiefe Wissen, die höchste Erkenntnis von allem.
    Man nennt dies auch Selbst-Verwirklichung oder Gottesrealisation, weil es neben der Auflösung der psychischen Egostrukturen und der Verschmelzung auch die tiefe Erkenntnis von dem gibt, was wir jenseits des Körpers, jenseits des Mensch-Seins sind. Hier offenbart sich was Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit (sat-chit-ananda) wirklich ist und ebenso das Wissen um den Kreislauf von leben und sterben, vom Rad der Wiedergeburt bis zur Offenbarung des klaren Lichts als die wahre Natur des Geistes.Und dass wir uns die Welt nur selber in unserem Geist erschaffen
  6. das Wirken als "Bodhicitta", um die höchste Erkenntnis mit den Menschen zu teilen, es wird für das Allgemeinwohl gewirkt, eigene Motive sind verloschen, man lebt nicht mehr "für sich", sondern um den Menschen in ihrer Verwirklichung behilflich zu sein
Nichts von alldem hat mit einem Weg zu tun, mit erreichen oder anstreben können. ES offenbart sich von Selbst, vom Selbst. Wann, wie und wo bleibt ein Mysterium. Aber was wir tun können ist die klare Ausrichtung auf die Wahrhaftigkeit und das Selbst zu haben, so oft es geht versuchen bewusst zu sein, gegenwärtig zu sein, im hier und jetzt zu sein. Die Aufmerksamkeit von dem Verstand, dem Ego abwenden und den Geist zu sammeln, zu zentrieren.
"Willst Du Gott finden musst Du Dich lassen" sagte Meister Eckhart.
Auch im Satsang zu sitzen um sich nichts vorzumachen, sondern alles direkt im Feuer des Gewahrseins verbrennen zu lassen, ist eine wunderbare Möglichkeit
.

Von Herzen

Rania






Erleuchtung ist kein Zustand!
Jemand sagte: "Aber es gibt doch so viele Bewusstseinszustände…"
Ja, stimmt, auf der menschlichen Erfahrungsebene gibt es unendlich viele Bewusstseinszustände, aber das ist nicht Erleuchtung.
Zustände und Erfahrungen kommen und gehen.
Erleuchtung ist kein Zustand und auch keine Erfahrung.
In der Unwissenheit und Vergessenheit unserer wahren, erleuchteten Wesensnatur kennen wir nur drei Zustände: das Wachbewusstsein, das Träumen und den Tiefschlaf.
Im Wachbewusstsein erleben wir uns in der Dualität, als "Ich und Du" und unser Verstand setzt sich in Beziehung zu allem was er sieht. Wir erleben die Welt mit unseren körperlichen Sinnen und dadurch haben wir auf dieser Ebene unzählige Möglichkeiten etwas zu erfahren. Aber diese Erfahrungen haben nichts mit dem Selbst zu tun, nichts mit Erleuchtung.
Ebenso wenig wie die Träume, die wir nach dem Aufwachen ja als Phänomene und Erscheinungen in unserem Geist erkennen. Auch der Tiefschlaf ist nicht die Wirklichkeit, denn da ist zwar die Dualität weg, die Welt, die wir uns erschaffen, aber es besteht auch kein Bewusstsein (keine Wahrnehmung).
Das erleuchtete Bewusstsein ist "Turya", die Transzendenz, ein Bewusstsein jenseits dieser drei sich immer abwechselnden Zustände. Turya ist das ewig gleiche, stille, unberührte Bewusstsein, in dem alle anderen drei "Zustände" auftauchen.

Wenn sich dieser transzendente Raum der Wirklichkeit offenbart, die Quelle unseres Seins, das Gewahrsein, was unabhängig vom Körper ist, von den sechs Sinnen, vom Mensch-Sein, das, was nicht geboren wird und nicht stirbt, was sich nie verändert, dann sprechen wir vom erleuchteten Bewusstsein oder von der wahren Natur des Geistes.
Dann gibt es kein zurück mehr in menschliche Identifikationen, 
Ver (w) irrungen, Verstrickungen, Leiden, Emotionen, Anhaftungen etc.,
weil die ersten drei Zustände als nicht real erkannt wurden.
Dann wird das Hier-Sein im menschlichen Körper nur noch als ein Spiel von Energie betrachtet und die Dualität greift nicht mehr.
Es ist ein Verweilen im Einheitsbewusstsein.
Dann bleibt nur noch unerschütterlicher Frieden, eine unberührbare, unvergängliche Stille und als Ausdrucksform des erlösten, göttlichen Menschen Aspekte wie bedingungslose Liebe, eine tiefe Glückseligkeit und grundlose Freude im Sein.


Von Herzen

Rania




Die irdischen Täuschungen und Verwirrungen

Ein verwirklichter Mensch ist wie ein Leuchtturm.
Ein Leuchtturm lässt sich nicht in die chaotischen Wellen des Ozeans ziehen. Die orientierungslosen Boote müssen sich an dem Licht ausrichten und dort hin kommen.
Genauso weile ich hier in der Welt.
Ich bleibe still und unberührt, lasse mich nirgendwo hinein ziehen.
In der Welt der Illusionen und Täuschungen lauern überall Versuchungen, denen unser Geist sich immer wieder stellen muss.
Vor dem Erwachen ist es fast unmöglich, diese ganzen Trugbilder der illusorischen Welt zu erkennen. Deswegen kann ein verwirklichter Mensch als Leuchtturm und als Orientierung dienen.
Für alle, die wirklich frei sein möchten, die das irdische Spiel der Maya überwinden wollen, heißt es: "Achtsamkeit bis zum letzten Augenblick."
Energetisch gesehen leben sicher noch mehr als 90% der Menschen in der verstrickten Finsternis der Illusionen und es braucht absolute Klarheit, um sich davon nicht beeinflussen zu lassen und den Weg ins Licht zu gehen.


Von Herzen

Rania





Verstehen, Erkenntnis und Verwirklichung
Jemand fragte: "..Was, wenn es nicht befreit? Die Erkenntnis allein befreit nicht. Was fehlt? Gnade? Drum bitten?"
Meine Antwort: "Wahre Erkenntnis ist Befreiung. Damit meine ich nicht verstehen. Mental be-greifen worum es geht reicht nicht.
Wahre Erkenntnis ist nichts mentales bzw. übersteigt das Geistige um ein vielfaches.
Es ist eine Offenbarung, die aus dem tiefsten Inneren unseres Seins erscheint, aus der Tiefe unserer göttlichen Quelle, könnte man auch sagen. Was also kann man tun, wenn man um all die Dinge weiß, aber keine Befreiung erfährt?
Zunächst einmal geht es vielleicht noch darum, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Wenn "ES" sich nicht von selber realisiert, ist ein spiritueller Weg, eine klare Ausrichtung auf "das EINE" hilfreich. Das setzt Energie frei, die sich sonst im Alltag in alle möglichen Richtungen zerstreut. Eine Zeit lang bei einem verwirklichten Menschen zu sitzen um das Mysterium ganzheitlich zu durchdringen ist der schnellste Weg, denn ein Meister zerstört alle Illusionen, Vorstellungen und Konzepte, die das Hindernis sind. Außerdem kennt ein selbstverwirklichter Mensch die göttlichen Geheimnisse ebenso wie alle menschlichen Verblendungen und er steht klar für das Gottesbewusstsein. Es ist das sicherste, sich an einem gottverwirklichten Menschen zu orientieren. Sein Licht des Bewusstseins und der Verwirklichung strahlt wie ein Leuchtturm und hilft Dir durch alle Dunkelheiten hindurch, bis Du Dich selber als dieses Licht erkennst.
Beten bzw. sich dem hingeben was ist, ist eine unterstützende Haltung.
Wenn wir den Widerstand aufgeben und ganz im Moment sein können, egal wie es gerade ist, kann sich die Präsenz, die allem zugrunde liegt, offenbaren. Wir behindern uns hauptsächlich wenn wir es anders haben wollen als so, wie es gerade ist. Das ist sowieso die "Basisübung" und hier fängt wahre Bewusstheit erst an, wenn wir sein können mit dem, was gerade da ist. Ein spiritueller Leitsatz, vielleicht der Wichtigste überhaupt: "Suche nichts, was jetzt nicht hier ist." Vor allem ist es wichtig zu wissen, dass der Verstand ES niemals fassen kann und es keinen Sinn macht, dort zu suchen!
Das ist natürlich noch nicht die tiefste Verwirklichung, aber nur so kann sie sich überhaupt offenbaren. Wenn wir in unserem Geist ständig woanders sind, die Aufmerksamkeit in der Vergangenheit oder Zukunft ist, oder in Geschichten, Konzepten oder Vorstellungen, leben wir in Trugbildern und verpassen DAS, was wirklich ist. Zusammen gefasst kann man also sagen:
  1. Übe Dich darin, gegenwärtig zu bleiben
  2. Eine innere Haltung von Akzeptanz, Hingabe und "Dein Wille geschehe" ist die Offenheit für das Nicht-Wissen und Nicht-Kontrollieren und sich nicht einmischen. All das wären Verhaltensmuster aus dem Ego.
  3. Richte Dich klar aus auf das, was Du willst. Wenn erwachen bzw. Gottverwirklichung die einzige Priorität ist in Deinem Leben, können Hindernisse nicht bestehen bleiben, denn die schaffen wir uns selbst in unserem Geist. Frage Dich also, ob Du wirklich bereit bist.
  4. Meistens braucht es einen klaren Spiegel, denn die Verblendung und Illusion in der Welt ist immer noch sehr stark. Es ist gut immer wieder in ein Kraftfeld von Wahrheit und Liebe zu kommen, die Energie und Tatkraft mit Gleichgesinnten dort einzubringen wo die Wirklichkeit kultiviert wird und so gut es geht die Verwirrungen in der Welt zu vermeiden.
Meditation findet bestenfalls im Alltag statt, in jedem Moment.
Das bedeutet z. B. sich in Bewusstheit, Achtsamkeit und rechter Rede zu üben, Mitgefühl entwickeln, sich nicht in negative Energien rein ziehen zu lassen und aufzuhören, sich zu betäuben, abzulenken oder zu flüchten vor sich selber.
All das üben und verinnerlichen wir im Satsang, dafür kommen wir zusammen. Gemeinsam hat das viel Kraft und es wird sehr schnell erfahrbar worum es geht.


Von Herzen

Rania




Der Unterschied zwischen Erwachen und Erleuchtung

Jemand fragte: „Liebe Rania, ich habe Dein Video vom Satsang über göttliches Bewusstsein gesehen, wunderschön! 
Ich habe aber immer noch nicht verstanden, was der Unterschied zwischen Erwachen und Erleuchtung ist. Könntest Du bitte noch mal was dazu schreiben?“
Meine Antwort:
„Es gibt Gemeinsamkeiten
und Unterschiede, wenn wir von erwachen und Erleuchtung sprechen. Beides ist ein Geschehen, welches jenseits unserer Kontrolle liegt. 
Bei Beidem gibt es eine Veränderung sowohl im Gehirn als auch
in der Wahrnehmung und der Veränderung im Bewusstsein. 
Wenn wir erwachen, geht das einher mit einem Shift im Bewusstsein, wo wir ganz klar erkennen, dass wir die Gedanken und Gefühle beobachten können und wir sind nicht mehr identifiziert mit dem, was wir erfahren. Es ist eine Abkoppelung von dem, was wir vorher als „Ich“ erfahren haben. Wir bekommen eine gewisse Distanz dazu und sind so den Gedanken und Gefühlen nicht mehr ausgeliefert. Wir können all das, was auftaucht, neutraler sehen. Das Sehen kommt auch nicht mehr aus dem Verstand, sondern aus dem
Bewusstsein, was still und unveränderlich allem zugrunde liegt. Im Gehirn sind dadurch die Frontallappen, Bereiche rechts und links der Stirn, wo unser emotionales und logisches Zentrum sitzt, nicht mehr aktiv. Der Verstand, der dort seinen Sitz hat, kommt zur Ruhe. Wahres Erwachen setzt diesen Shift, diesen Perspektivwechsel, voraus.
Daran kann man auch erkennen, ob jemand wirklich erwacht ist, denn wenn die Worte nach wie vor aus dem Verstand kommen, wenn jemand sehr verkopft ist, theoretisch und immer noch in Konzepten lebt, ist es eher ein „nicht mehr so ernst nehmen von dem was ist“, aber keine Offenbarung von dem reinen Bewusstsein. 
Das reine Bewusstsein hat nichts mit dem Denken zu tun, nichts mit dem Verstand. 
Die Wahrnehmung des erwachten Bewusstseins kommt aus einer tieferen Instanz in uns und gleichzeitig aus einer weiteren, offeneren, größeren Perspektive.
Wenn wir erwachen sind meistens noch eine Ich-Zentrierung, emotionale Ladungen und auch gewisse Anhaftungen und Widerstände vorhanden, die man aber in der Regel bewusster und schneller wahr nehmen kann und so ist man ihnen nicht mehr so ausgeliefert. Meistens nehmen die Menschen das Leben auch noch "persönlich", sind also
nicht ganz befreit vom Ego.
Es braucht dann weiterhin absolute Bewusstheit, damit sich das, was noch im Unterbewusstsein sitzt, nach und nach im Licht des Bewusstseins auflösen kann.
Das kann ein jahre- oder jahrzehntelanger Prozess sein, viele fallen mit der Zeit auch wieder zurück in den Verstand und die begrenzte Wahrnehmung des Egos.
Gerade weil es sich nicht immer direkt mit auflöst, braucht es so viel Achtsamkeit und auch Demut, wenn erwachen nicht nur ein Einblick, eine kurze Episode und Erfahrung sein soll
.

Das ist anders bei Erleuchtung. Ebenso wenig wie das Erwachen können wir Erleuchtung irgendwie bewirken oder erreichen. "ES" geschieht. Der Unterschied ist, dass Erleuchtung eine alles umfassende Transformation des gesamten Mensch-Seins ist, wo die Ichzentrierung, das Ego, die emotionalen Ladungen, das Unterbewusstsein, die Psyche und die gesamte Idee von Welt in einem Moment sterben, sich im Nichts auflösen, unwiderruflich, unumkehrbar. Während das Erwachen auch ein langsamer Prozess sein kann, ist Erleuchtung etwas blitzartiges, wo sich schlagartig alles auflöst, was vorher „persönlich“ war. Da bleibt nichts übrig und kommt auch nichts wieder.
Meist geht dieser Blitzeinschlag mit einem Schauen von gleißendem Licht einher, dem Erkennen der wahren Natur des Geistes, was eine totale Umprogrammierung im Gehirn anstößt. Bei Erleuchtung öffnen sich nicht nur die Frontallappen, die kosmische Energie steigt auf und öffnet  das Stirnchakra und das Kronenchakra, so dass sich neben der Auflösung der Dualität auch das tiefste, umfassendste, universelle Wissen offenbart.
So wird im Erleuchtungsgeist gesehen was Schöpfung ist, was Geist ist, was sterben ist, was die individuelle Seele und die Allseele (Gott) ist, die ganze Illusion und das gesamte göttliche Spiel zeigt sich in absoluter Klarheit. Damit einher geht dann auch ein Realisieren von all dem, was Leiden ist, wie wir Menschen uns künstlich Trennung erschaffen.
E
s kann unmittelbar erkannt werden, wo sich jeder Mensch in seiner selbsterschaffenen Realität befindet, was ihn daran hindert, das göttliche Bewusstsein zu erkennen.
Gleichzeitig erfährt man ab dem Moment der Erleuchtung kein Gefühl von getrennt sein mehr, es ist ein Leben im Einheitsbewusstsein. Es gibt dann keinerlei Identifikation mehr mit dem Mensch-Sein und schon gar nicht mit den absurden Spielen, die der Mensch aus Unwissenheit spielt. Eins-Sein bedeutet sich jederzeit des Ursprungs bewusst zu sein. Wenn man überhaupt von Identifikation sprechen kann, dann ist es das unzerstörbare Gewahrsein des höchsten Bewusstseins, was absolut frei ist von allem, mit dem man sich identifiziert.

Es
ist das „zu Hause sein“ in Gott, kein Unterschied, es gibt keine zwei, also kein jemand, der sich mit etwas Anderem identifiziert. Es ist gleichzeitig das individuelle, erlöste Bewusstsein, was sich hier im Mensch-Sein ausdrückt, was nicht getrennt ist von dem universellen, kosmischen Bewusstsein, vom Absoluten. In der Realisierung von dem ist es nicht mehr möglich, ein egozentriertes Leben zu leben.
Es ist ein Leben in unerschütterlichem Frieden und einer ebensolchen Stille, in der die Energien des Lebens wie ein Tanz auftauchen und spielen.
Nichts „persönliches“ greift, es wird nichts auf „sich selber“ bezogen. Ganz natürlich ist es ein Wirken zum Wohle aller in der Welt, ein sehr natürliches, wahrhaftiges Sein im kosmischen, heiligen
Bewusstsein.

Von Herzen

Rania





Das Geheimnis von göttlicher Heilenergie
Jemand fragte: "Rania, was geschieht im Darshan, wenn Du mich anschaust oder berührst? Mein Verstand wird ruhig und es fühlt sich so an, als wenn meine Wahrnehmung auf einmal aus dem Herzen kommt? Das ist so wohltuend. Meistens hält es noch bis zum nächsten Tag, dann verschwindet es wieder. Ich würde es gerne behalten. Wie geht das?"
Meine Antwort: "Im Darshan fließt die göttliche Energie besonders stark, weil wir uns darauf fokussieren. Sie ist immer da, aber wir sind meistens zu abgelenkt, unser Geist zerstreut und die Kontrollmechanismen des Ego wirken unbewusst gerade im Alltag, im Leben, sehr stark.
Diese Energie ist eine starke Heilkraft, denn sie unterstützt unsere menschlichen Körper-Geist-Systeme, sich wieder auszudehnen, ins Fließen zu kommen, so dass sich Blockaden auflösen können und der Verstand zur Ruhe kommt. Wir können klarer spüren, dass diese Energie die bedingungslose Liebe ist, wenn sie unser Herz durchströmt.
Ich diene hier nur als Spiegel, als Kanal für die Quelle, die in uns allen wohnt, so dass die kosmische Kraft im Raum und im Körper der Anwesenden beim Satsang spürbar wird. Wenn wir wieder in Kontakt kommen mit der göttlichen Quelle, ist es leichter, dass wir uns wieder auf sie ausrichten.

Sie ist das Ziel jeder spirituellen Suche, es ist das Nach-Hause-kommen.
Es ist wunderbar, wenn die Menschen offen und empfänglich sind und sich nicht einmischen. Sich nicht einmischen, sondern in Offenheit, Hingabe und Nicht-Wissen zu verweilen ist der Weg zu Gott, zur kosmischen Quelle.
Sich nicht einmischen bedeutet: "Dein Wille geschehe", es ist die Hingabe an das Absolute, das höchste Bewusstsein, was wir sind.
Das ist es, was wir im Darshan erfahren und üben können.
Ich sitze im Darshan in 100% Präsenz, verschwinde als "Mensch" lasse mich ganz und gar fluten und dadurch ist die Energie dann im Blick und in der Berührung auch für Euch wahrnehmbar.
In Indien heißt dieses Ritual Darshan und bedeutet "göttliche Schau".
In Wirklichkeit verschwindet diese Energie und auch das göttliche Bewusstsein nicht, wenn
Ihr wieder im Alltag seid.
Das Hindernis ist eher die alte Gewohnheit, sich wieder abzuwenden, die innere Präsenz zu verlieren durch ein Greifen nach der äußeren Welt und den inneren, zwanghaften Kontrollmechanismen. Deswegen beschäftigen wir uns im Satsang auch so oft und intensiv mit den Geistesgiften, mit den Widerständen und Anhaftungen, denn sie sind es, die sich dann zwischen Mensch und Gott stellen.
In Wirklichkeit gibt es keine Trennung. Das göttliche Bewusstsein und die kosmische Lebensenergie ist alles was ist. Es gibt nichts anderes.
Wenn wir bereit sind uns ganz hinzugeben und nichts mehr zurück halten, offenbart sie sich auch dauerhaft.
Es ist die Rückkehr zur Quelle, das Verwirklichen von Gott im Menschen.


Von Herzen

Rania





Der weglose Weg
"Man kann nur zwei Fehler auf dem Weg der Befreiung/Erkenntnis machen:
nicht anfangen und nicht zu Ende gehen."
Aber wie genau ist "der Weg" zu verstehen - wo wir doch bereits sind,
was wir suchen?
Es ist der Erkenntnisweg, der gemeint ist.
Der unwissende Mensch lebt in der äußeren Welt, ist an materielle Dinge, Beziehungen und seinen Körper, seine Emotionen und seinen Geist gebunden, sucht sein Glück im Weltlichen und lebt dadurch in Vorlieben und Abneigungen, in zwanghaften Trieben und Gewohnheiten.
Aus der Unwissenheit und Verblendung heraus entstehen dadurch die Bindungen an die vergänglichen Dinge.
Traumata und unterdrückte Emotionen sowie das fest halten von immens starken Energien,sorgen für Kontrollmechanismen, Zwänge und psychische Verwirrung. Dadurch wiederholt und verstärkt sich der Kreislauf der schmerzlichen, trennenden, verblendeten Erfahrungen immer wieder.
Der Mensch, der den spirituellen Pfad geht, den Erkenntnisweg, der wendet sich nach innen, sich selbst zu und hat den Mut, sich dem zu stellen.
Dort geht es dann darum, den Körper, den Geist (den zunächst einmal konditionierten Verstand) und die Psyche (alle Zwänge, Triebe, Neigungen
und Gewohnheiten auf emotionaler Ebene) zu reinigen und zu heilen,
im Licht des Bewusstseins zu durchdringen.
Wer den Weg zu Ende geht, wird in der Selbsterforschung immer subtilere Energien wahr nehmen, immer weniger nach außen projizieren,
sondern sehr fokussiert auf sich selber bleiben.
Wenn alle Geistesgifte von Anhaftung/Verlangen/fest halten, Widerstand/Aggression/Ärger/weg haben wollen und Verblendung/Unwissenheit/ Betäubung/Dumpfheit transformiert sind,
offenbart sich die transzendente Ebene vollständig:
Gott, das kosmische, universelle Bewusstsein und das klare Sehen der Wirklichkeit (das Absolute, Ewige, Unsterbliche) ungetrennt vom Samsara
(dem Relativen, Vergänglichen) als das EINE.
Die meisten Menschen gehen den Weg nicht zu Ende,
weil irgendwann das Ego eingreift, sich mit Stolz und Hochmut verkleidet
und meint, es sei bereits angekommen oder die Angst, ebenfalls ein Anteil des Ego (Überlebensmechanismen) greift und man glaubt, man brauche das nicht, man müsse nicht in die tiefen, dunklen Aspekte des Mensch-Seins hinein.
Angst vor dem Körper, den Gefühlen, dem Kontrollverlust und letztlich vor dem Sterben, der Auslöschung werden damit vermieden.
Befreiung bedeutet, all das in der Bewusstheit zu durchdringen,
bis es sich tatsächlich als Täuschung in der Transformation auflöst.
Es ist nicht zu unterschätzen, was der Geist einem vorgaukeln kann
und so wird die Verblendung und die innere Betäubung,
die Schleier vor dem Geist, oft nicht selber wahr genommen.
Das sind drei von diversen Ego-Fallen, denen wir unterliegen können!
Ich bin aber sehr erfreut und berührt, dass es mittlerweile doch eine gewisse Anzahl an Menschen gibt, die den Weg zu Ende gehen wollen und die 100% klar sind. Und da passiert dann auch am Meisten Transformation.
Sie durchdringen die Illusion, die Unwissenheit und Verblendung Stück für Stück, intensiv und vollständig, und das ist der weglose Weg.
Er führt zum torlosen Tor Gottes!
Symbolisch findet man dies auch im Sri Yantra wieder, in der heiligen Geometrie wie auch im Buddhismus, im Trantra, im Yoga und vielen anderen spirituellen Traditionen. Der Befreiungsweg ist kein rein geistiger Weg,
für die vollkommene Befreiung braucht es die ganzheitliche Bewusstwerdung über den Körper, den Geist und die Psyche!
Sie sind nicht getrennt voeneinander und bedingen sich gegenseitig.
Auf dem inneren Erkenntnisweg geht es durch diese Schichten durch,
sonst lässt sich das Selbst, der göttliche Funken, der unsterbliche Energietropfen als Essenz des Absoluten, welches in unserem spirituellen Herzen wohnt, nicht erkennen.
Es braucht die absolute Präsenz, gegenwärtig sein können, ohne dass die Gedanken, die Gefühle und Emotionen, die Geistesgifte noch greifen.
DAS ist die Vorbereitung, die Voraussetzung dafür, dass Hingabe und los lassen überhaupt geschehen können.

Von Herzen

Rania